Seit 2012 verleihen wir den sog. "Deutsch-Türkischen Dialogreis des Unternehmerverbandes TIAD in der Europäischen Metropolregion Nürnberg". Vorzugsweise wird der Preis im Rahmen des jährlich stattfindenden, von TIAD initiierten Deutsch-Türkischen Wirtschaftstages in der Europäischen Metropolregion Nürnberg vergeben. Unser Verband würdigt mit dieser Auszeichnung herausragende Persönlichkeiten, die sich im Besonderen um die deutsch-türkischen Beziehungen verdient gemacht haben. Die ausgezeichneten Preisträger verstehen es in vorbildlicher, herausragender Weise, sich für das Gelingen der deutsch-türkischen Beziehungen zu engagieren und diesen Beziehungen eine besondere Bedeutung und Wirkung mit Bezug zur Europäischen Metropolregion Nürnberg zu geben. Das Engagement muss sich dabei nicht ausschließlich im wirtschaftlichen Bereich auswirken. Der Deutsch-Türkische Dialogpreis macht die Preisträger als Vorbilder für ein gelebtes Miteinander im Rahmen jener Beziehungen sichtbar.

Erstmals wurde der Preis im Jahre 2012 an

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.

verliehen, die maßgebend an dem sog. Paradigmenwechsel mitgewirkt hat. Es ist ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft, die Menschen nicht nur mehr nach ihren Defiziten zu beurteilen, sondern nach ihren Potentialen. Prof. Dr. Rita Süssmuth hat so oft mit Ihren Mitteilungen und Darstellungen aus unsere Seele gesprochen, der regionale Bezug wird dadurch hergestellt, dass ihr Wirken selbstverständlich auch die Menschen der Region betraf und nach wie vor betrifft, zudem sehen wir natürlich auch das Engagement und Wirken der Preisträgerin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit Sitz in Nürnberg, unserem Kooperationspartner. Außerdem würdigten wir das besondere Engagement der Preisträgerin beim Projekt Deutsch-Türkische Universität in Istanbul als Leiterin des Hochschulkonsortiums, ja als herausragende Managerin des Projektes, als Mentorin einer großen Idee. Die Laudatio hielt der Präsident des BAMF, Dr. Manfred Schmidt.

Im Jahr 2013 vergeben wir den Preis auch mit Blick auf den Austragungsort des Jahresempfangs im GRUNDIG-STADION

Prof. Dr. Heinrich von Pierer,

der sich um die deutsch-türkischen Beziehungen als herausragende Persönlichkeit im Besonderen verdient gemacht hat, gerade auch vor dem Hintergrund seines vorbildlichen Einsatzes bei der Namensgebung für das Grundig-Stadion (Stadion des 1. FC. Nürnberg). Prof. Dr. Heinrich von Pierer, früher SIEMENS-Aufsichtsratsvorsitzender, engagiert sich aktuell sehr stark im Rahmen der deutsch-türkischen Wirtschaft, namentlich als Aufsichtsrat des Mischkonzerns KOÇ-HOLDING, die im deutschen Wirtschaftsraum über GRUNDIG (Sponsor der Fußball-Bundesliga) und BEKO (Sponsor der Baskettball-Bundesliga) im Wesentlichen agiert. Er ist unzweifelhaft ein herausragender Vertreter der Internationalen Wirtschaft, für uns mit besonderen Bezügen gerade auch zur Türkei. Dabeunterstreicht er aber immer wieder auch den Bezug zu unserer Region, was er zuletzt mit seinem Einsatz zur Gewinnung der KOÇ-Holding für die Namensgebung im Rahmen des Grundig-Stadions zum Ausdruck gebracht hat. Damit verleiht der diesjährige Preisträger der heute aufsteigenden türkischen Wirtschaft eine besondere Bedeutung für unsere Region und leistet einen erheblichen Beitrag zur Aufwertung der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen. Das verbindet nach unserer Überzeugung Menschen und ist das Werk eines global denkenden, dabei den regionalen Bezug nicht außer Acht lassenden, integrierenden Akteurs der Internationalen Wirtschaft.